Oberst Johan Magnusson hat sein Amt als neuer Kommandeur des Fernmelde- und Informationssystemverbands der Schwedischen Streitkräfte (FMTIS, Försvarsmaktens telekommunikations- och informationssystemförband) angetreten. In einem Interview mit FSN berichtet er über seinen Werdegang, was ihn zu FMTIS geführt hat und welche Themen ganz oben auf seiner Agenda in der neuen Funktion stehen.
Wie sieht Ihr Werdegang aus?
Ich bin ursprünglich als Technischer Offizier der Artillerie ausgebildet worden, mit Dienstort bei der Artillerie in Boden (Nordschweden), als Teil der Armee. Ich diente von 1999 bis 2019 in der Artillerie, knapp 20 Jahre, mit Unterbrechungen für einige Militärschulen und Abordnungen an andere Standorte. Anfang 2019 wurde ich zu FMTIS versetzt, um die Rolle des Planungschefs beim Verband zu übernehmen. Diese Aufgabe hat mir sehr gut gefallen, und ich war früh beeindruckt von der Breite und Tiefe der dortigen Tätigkeiten.
Was war Ihre letzte Stelle?
In den vergangenen gut zweieinhalb Jahren war ich beim Hauptquartier der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmaktens Högkvarter) in Stockholm tätig, mit Verantwortung für die Materialbeschaffung der Schwedischen Streitkräfte im Bereich Führungsunterstützungssysteme. Sehr lehrreich und auf viele Arten bereichernd!
Warum haben Sie sich für eine Tätigkeit im Verteidigungssektor entschieden?
Ich war schon immer an Technik in all ihren Formen interessiert. Die Schwedischen Streitkräfte sind aus technischer Perspektive ein sehr interessanter, herausfordernder und entwicklungsfördernder Arbeitsplatz, da praktisch alle Arten von Technologie in der Organisation vertreten sind. Darüber hinaus ist es mir wichtig, dass ich einen Nutzen bringe und einen Beitrag für unsere Gesellschaft und unser Land leiste. Verteidigung geht letztlich darum, Krieg zu verhindern und verschiedene Arten von Belastungen schnell und effektiv bewältigen zu können.
Was hat Ihr Interesse an FMTIS geweckt?
FMTIS ist eine sehr interessante Mischung aus ziviler technischer Spitzenkompetenz und militärischer Professionalität. FMTIS arbeitet zudem in einem Bereich, der angesichts der aktuellen Sicherheitslage und des gegenwärtigen Bedrohungsbildes höchst relevant ist. Der Verband nimmt daher gemeinsam mit anderen wichtigen Akteuren in diesem Bereich eine sehr zentrale Rolle ein.
Was umfasst Ihre neue Funktion?
Als Kommandeur von FMTIS trage ich die übergeordnete Verantwortung dafür, dass der Verband die Erwartungen unseres Auftraggebers erfüllt, während wir unsere Ressourcen bestmöglich einsetzen und den Verband sowie seine Tätigkeiten kontinuierlich in die richtige Richtung und mit der richtigen Geschwindigkeit weiterentwickeln.
Was steht in den nächsten sechs Monaten ganz oben auf Ihrer Agenda?
Ich würde sagen: mich selbst im Verband vorzustellen. Sicherzustellen, dass wir alle in dieselbe Richtung arbeiten, und die langfristige Ausrichtung des Verbands festzulegen.
NDS hat in dieser Reihe zuvor unter anderem Tobias Billström und Karin Swanson interviewt. Wenn Sie jemanden kennen, der für diese Interviewreihe geeignet wäre, oder selbst der Meinung sind, dass Sie in Frage kommen, erreichen Sie NDS unter news@nordicdefencesector.com. Bitte kennzeichnen Sie die E-Mail mit dem Betreff "Ny på jobbet" (Neu im Job).

