US-Armeesekretär Dan Driscoll unterzeichnete am 15. Juni 2026 auf der Messe Eurosatory 2026 in Paris eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Bereich Gegenmaßnahmen gegen unbemannte Luftfahrzeuge (UAS) mit neun NATO-Verbündeten. Schweden, Dänemark und Norwegen gehören zu den unterzeichnenden Ländern.
Laut einer Pressemitteilung des Pentagon-Nachrichtendienstes DVIDS zielt die Absichtserklärung darauf ab, einen Counter-Unmanned Aircraft Marketplace (Marktplatz für Drohnenabwehrsysteme) zu etablieren, der den teilnehmenden Nationen Zugang zu bewährten Drohnenabwehrsystemen verschafft. Weitere unterzeichnende Länder sind Frankreich, Polen, Großbritannien, die Niederlande, Italien und Litauen.
„Was wir im Grunde versuchen, ist, dieselben Arten von Marktplattformen zu nutzen, die so viele Unternehmen erfolgreich gemacht haben, und gleichzeitig unnötige Regulierung seitens unserer und anderer Regierungen abzubauen", sagt US-Armeesekretär Dan Driscoll.
Die Pressemitteilung nennt Project Jailbreak als Beispiel für die Arbeit zur Beseitigung technischer Hindernisse. Im Rahmen des Projekts wurden 100 Systeme in 30 Tagen geprüft, um eine kompatible Datenübertragung sicherzustellen. Die Grundsätze der Interoperabilität sollen auch im Rahmen der Eastern Flank Deterrence Initiative in Europa angewendet werden.
„Um beispielsweise die Luftverteidigung bewältigen zu können, muss unsere gesamte Ausrüstung zumindest interoperabel sein", sagt Dan Driscoll.
Das Marktplatzkonzept ist laut Armee zunächst auf C-UAS-Systeme (Drohnenabwehrsysteme) ausgerichtet, soll aber langfristig auf Drohnen, Radar, Sensoren, Kampfpanzer und Hubschrauber ausgeweitet werden können. Die Initiative priorisiert schnellere Tests, den Zugang von Anbietern zu Testanlagen sowie die Bereitstellung effektiver Fähigkeiten für Verbände in der „Geschwindigkeit des Krieges".

