policy_strategy
Die Regierung möchte Testanlagen für Verteidigungsinnovation nutzen
Die Regierung hat die Streitkräfte beauftragt, zu analysieren, wie Technologieinfrastruktur für Verteidigungsinnovation koordiniert werden kann. Der Fokus liegt darauf, kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Prototypen zu testen.
Zivil-militärische Zusammenarbeit im Fokus – Indem wir die zivil-militärische Zusammenarbeit stärken, schaffen wir bessere Voraussetzungen für neue technologische Fortschritte in der Verteidigung, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson in einer Pressemitteilung der schwedischen Regierungskanzlei.
Die Schwedischen Streitkräfte, FMV, FOI und RISE verfügen derzeit über eine große Anzahl von Testanlagen zur Validierung, Evaluierung und Übung in den Bereichen Land, See, Luft und Führung. Dazu gehören unter anderem Schießplätze, Fahrzeugteststrecken, Windkanäle, EMV-Labore, Messstationen sowie Übungsanlagen für elektronische Kriegsführung und Cybersicherheit.
Erweiterter Zugang für die Wirtschaft Der Regierungsauftrag umfasst die Identifizierung, welche dieser Anlagen in größerem Umfang gemeinsam genutzt werden können, sowie die Erarbeitung von Maßnahmen zur Erleichterung des Zugangs von Unternehmen zu Testumgebungen – beispielsweise für Prototyptests oder die Verifikation von Komponenten und Systemen in frühen Entwicklungsphasen.
Besonderer Fokus auf kleinere Akteure Ein besonderer Schwerpunkt soll auf der Förderung von Innovation bei kleinen und mittleren Unternehmen liegen, denen häufig eigene Testressourcen fehlen. Eine vorgeschlagene Maßnahme ist die gebündelte Information der Wirtschaft über den Zugang zur relevanten Technikinfrastruktur.
– Jetzt rüsten wir Schweden umfassend – militärisch und zivil. Schwedische Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sind dabei ein Schlüsselfaktor. Schweden ist ein starker Akteur in der Entwicklung von Verteidigungsmaterial und spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherung einer eigenständigen europäischen Verteidigungsindustrie, sagt Energie- und Wirtschaftsministerin Ebba Busch.
Sicherheitsaspekte im Fokus Sicherheitsaspekte sollen in die Analyse einbezogen werden, einschließlich möglicher Hindernisse für private Akteure bei der Nutzung verteidigungsbezogener Technikinfrastruktur. Dies kann Fragen der Sicherheitsschutzgesetzgebung, Anforderungen an die Informationssicherheit oder Einschränkungen aufgrund des militärischen Charakters der Tätigkeit betreffen.
Der Auftrag wurde von der Regierung am 16. April 2025 beschlossen und ist dem Verteidigungsministerium bis spätestens 1. November 2025 zu berichten.