– Es war interessant, sowohl Soldaten als auch Personal zu treffen und zu sehen, wie die Kirche zur spirituellen und existenziellen Stabilität beiträgt. Aus Erfahrung wissen wir, dass dies die Krisen- und Kriegsresilienz des Einzelnen beeinflusst, sagt Erzbischof Martin Modéus.
Am Mittwochabend wurde ein Aschermittwochsgottesdienst in einer Fahrzeughalle abgehalten, die vorübergehend zu einem Gottesdienstraum mit dazugehörigem Altar umgestaltet worden war.
– Die Verantwortung, Schweden und unsere nähere Umgebung auf Krisen oder Krieg vorzubereiten, gilt auch für die Schwedische Kirche. Die Anzahl der Militärseelsorger wächst, und dies ist einer unserer Beiträge zur Förderung des friedenserhaltenden Auftrags. Die grundlegende Aufgabe der Kirche ist stets der Frieden, sagt Martin Modéus und fährt fort:
– Im Falle erhöhter Alarmbereitschaft und im schlimmsten Fall eines Krieges besteht die vorrangige Aufgabe der Kirche darin, so weit wie möglich normal zu funktionieren. Und dabei sind Gottesdienst, Unterricht, Diakonie und Mission unser Ausgangspunkt. Auf diese Weise tragen wir zur gesellschaftlichen Stabilität bei.
Beim Gottesdienst übergab Feldpastorin Jenny Ahlén dem Bataillon ein Abendmahlsgefäß vom Hauptquartier der Schwedischen Streitkräfte in Stockholm.
– Der Alltag hier in Lettland bedeutet, nahe an der Frontlinie zu wirken, und dabei wird die Auseinandersetzung mit Leben und Tod sehr greifbar. Eine Folge davon ist eine hohe Beteiligung an den freiwilligen Gottesdiensten (Korumen), sowohl auf dem Stützpunkt als auch im Feld. Deshalb war es schön, dem Bataillon das Abendmahlsgefäß zu übergeben, da die Nachfrage nach Gottesdiensten sehr groß war, sagt Feldpastorin Jenny Ahlén.

