Die schwedische Regierung investiert über fünf Milliarden Schwedische Kronen in die Stärkung der Fähigkeiten der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) im Bereich Drohnenschutz und Kampfflugzeuge. Der größte Teil der Investition, über 3,5 Milliarden Kronen, fließt in den Aufbau einer neuen Abwehrfähigkeit gegen unbemannte Luftfahrzeuge (C-UAS – Counter-Unmanned Aircraft Systems), wobei die Endlieferungen um acht Jahre vorgezogen werden – von 2036 auf 2028.
– Die Regierung hat beschlossen, den Aufbau des Drohnenschutzes der Schwedischen Streitkräfte zu stärken und zu beschleunigen. Wir werden über 5 Milliarden in weitere Anti-Drohnen-Systeme & in eine erhöhte Verfügbarkeit des Gripen-Systems investieren. Die Lieferzeiten werden um 8 Jahre verkürzt – von Endlieferungen 2036 auf 2028, schreibt Verteidigungsminister Pål Jonson auf X.
Laut der Regierung soll die neue Anti-Drohnen-Initiative den Verbänden Waffen und Sensoren zur Bekämpfung feindlicher Drohnen bereitstellen. Die Initiative umfasst außerdem Abfangdrohnen zum Schutz von Luftwaffenstützpunkten sowie Störsender und Warnsysteme in sowohl soldatengetragenen als auch fahrzeuggestützten Ausführungen.
– Es geht unter anderem um Waffen zum Abschuss von Drohnen, Abfangdrohnen für unsere Luftwaffenstützpunkte & Störsensoren für Soldaten und Fahrzeuge. Dies wird unsere Verteidigungsfähigkeit erheblich stärken, schreibt Jonson weiter.
Darüber hinaus werden 1,5 Milliarden Kronen eingesetzt, um die Verfügbarkeit und Durchhaltefähigkeit des Kampfflugzeugsystems JAS 39 Gripen zu erhöhen. Die Mittel sollen für zusätzliche Ersatzteile, Missionsausrüstung und Basismaterial verwendet werden, was es der Regierung zufolge ermöglicht, das System auf mehrere Luftwaffenstützpunkte zu verteilen und von temporären Straßenbasen aus zu operieren.
– Wir werden mehr Ersatzteile, Missionsausrüstung und Material beschaffen, um den Betrieb an Luft- und Straßenbasen zu ermöglichen. Das stärkt die Verfügbarkeit und Durchhaltefähigkeit des Gripen in Frieden, Krise und Krieg, schreibt der Verteidigungsminister.
Die Finanzierung erfolgt über die 25 Milliarden Kronen, die im Frühjahrsergänzungshaushalt für sogenannte Gelegenheitskäufe bereitgestellt wurden. Dies ist das erste Mal, dass diese Mittel verwendet werden.
– Die jüngsten Grenzverletzungen und Drohnenbeobachtungen sind eine Erinnerung daran, dass Bedrohungen aus der Luft ein immer größerer Bestandteil moderner Kriegsführung sind. Wir müssen uns dagegen verteidigen. Deshalb tätigen wir diese besondere Investition über die Gelegenheitsmittel in Höhe von 25 Milliarden, schließt Jonson.

