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Schweden und Deutschland vertiefen ihre Verteidigungszusammenarbeit
Schweden und Deutschland haben ein neues Abkommen unterzeichnet, um ihre Verteidigungszusammenarbeit zu vertiefen, das strategischen Dialog und gemeinsame Ausbildung umfasst.
Schweden und Deutschland haben ein neues Memorandum of Understanding über eine vertiefte Verteidigungskooperation unterzeichnet. Das Abkommen wurde von den Verteidigungsministern Pål Jonson und Boris Pistorius auf der Berlin Security Conference am 18. November unterzeichnet, bei der Schweden in diesem Jahr Partnerland ist.
Laut einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums wurde das Abkommen am 18. November von Verteidigungsminister Pål Jonson und dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius unterzeichnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit beider Länder in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung zu erweitern und zu vertiefen. Der neue Rahmen umfasst den strategischen Dialog über Fähigkeitsentwicklung, Rüstungsmaterialkooperation sowie gemeinsame Ausbildung und Interoperabilität.
Schweden verfügt bereits über ein bilaterales Abkommen mit Deutschland aus dem Jahr 2009 über die Zusammenarbeit im Bereich Verteidigungsmaterial und Industrie, das das Verteidigungsministerium als Grundlage für die nun vertiefte Kooperation hervorhebt. Ein weiteres Abkommen zwischen den beiden Ländern wurde im März 2024 unterzeichnet, worüber NDS bereits berichtet hat.
In einer Pressemitteilung des deutschen Verteidigungsministeriums, Bundesministerium der Verteidigung, bezeichnet Boris Pistorius das Abkommen als einen konkreten Schritt zur Stärkung der Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Ausbildung, Technologiebeschaffung und gemeinsame Projekte zur Abschreckungsfähigkeit.
– Wir stehen Schulter an Schulter in unruhigen Zeiten, sagt Boris Pistorius in der Erklärung.
Pål Jonson bezeichnet das Abkommen in derselben Quelle als einen Meilenstein und betont, dass sowohl Schweden als auch Deutschland eine gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit in der Ostseeregion, innerhalb der NATO und in Europa tragen. Er unterstreicht zudem, dass das Vorgehen Russlands Europa dazu zwingt, seine eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Die Berlin Security Conference versammelte eine große Anzahl europäischer Verteidigungs- und Außenminister, Militärchefs und NATO-Vertreter. Laut der schwedischen Regierungskanzlei nahmen mehrere schwedische Regierungsmitglieder teil, darunter Ministerpräsident Ulf Kristersson und der Minister für Zivilverteidigung Carl-Oskar Bohlin.
Auch der schwedische Oberbefehlshaber, General Michael Claesson, nahm an der Konferenz teil. In einem LinkedIn-Beitrag schreibt er, dass er neben seiner Teilnahme an Podiumsgesprächen über die Sicherheit in der Arktis und der Ostsee auch die Fahnenbandsrosette des schwedischen Königs an den Kommandeur des Wachbataillons, Wachbataillon, in Berlin übergeben hat – in Anwesenheit beider Verteidigungsminister.