Der Vertrag wurde von der deutschen Beschaffungsbehörde BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) mit dem Unternehmen Diehl im Auftrag Schwedens geschlossen – im Rahmen des europäischen Kooperationsprojekts ESSI (European Sky Shield Initiative), wie aus einer Pressemitteilung der Schwedischen Regierungskanzlei hervorgeht. Das IRIS-T SLM ist Teil des geplanten Aufbaus neuer Luftabwehrkompanien der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) und soll bestehende Systeme ergänzen, darunter Patriot und IRIS-T SLS, in Schweden als Luftvärnssystem 103 beziehungsweise Robotsystem 98 bezeichnet.
Verteidigungsminister Pål Jonson zufolge bedeutet die Beschaffung eine erhebliche Kapazitätssteigerung für die schwedische Luftverteidigung.
– Das IRIS-T SLM wird in den Brigaden und der Kampfgruppe auf Gotland eingeführt. Das bedeutet eine beträchtliche Fähigkeitssteigerung für Schwedens Luftverteidigung, erklärt er auf der Plattform X.
Er hebt zudem die technischen Leistungsmerkmale des Systems hervor:
– Das IRIS-T SLM hat eine Reichweite von 40 Kilometern und erreicht Ziele in einer Höhe von rund 20 Kilometern. Das verdoppelt die Reichweite im Vergleich zur derzeitigen Luftabwehr auf Gotland und kann Bedrohungen wie Hubschrauber, Drohnen und Kampfflugzeuge bekämpfen, schreibt er auf X.
Die FMV, die für die Beschaffung verantwortlich ist, gibt an, dass der Auftrag umfangreich ist und auch Kurzstreckensysteme einschließt. Um den Zeitplan einzuhalten, müssen die Systeme bereits erprobt sein.
– Da die zeitlichen Verhältnisse sehr eng sind, müssen wir uns im Wesentlichen auf Systeme konzentrieren, die sich bereits in Produktion und Betrieb befinden, sagt Christer Mellgren, Projektleiter bei der FMV, in einer Pressemitteilung.

