Die Regierung gibt in einem Debattenbeitrag in der schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter vom 27. April bekannt, dass die Schwedische Fernmeldeaufklärungsbehörde (FRA, Försvarets radioanstalt) Hauptverantwortliche des Nationalen Cybersicherheitszentrums (Nationellt cybersäkerhetscenter) wird. Ein besonderer Sonderbeauftragter für internationale Cyberfragen soll in Kürze ernannt werden. Dies soll die bisherige Regelung ersetzen, bei der vier Behörden die geteilte Verantwortung trugen.

Ministerpräsident Ulf Kristersson und die fünf weiteren Minister sind der Ansicht, dass die Zuständigkeit von vier Behörden für das Zentrum zu Problemen geführt hat. In dem Artikel verweisen sie darauf, dass Steuerung, Nachverfolgung und Rechenschaftspflicht infolge von Silodenken und unklarer Aufgabenverteilung gelitten hätten. Die derzeit angeschlossenen Behörden sollen jedoch weiterhin einen Beitrag leisten; die Modalitäten hierfür sollen dem Artikel zufolge zügig analysiert werden.

Darüber hinaus wird die Regierung das Zentrum beauftragen, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zu stärken und die Arbeit im Bereich Lagebilder weiterzuentwickeln. Besonderes Gewicht soll dabei dem Energie-, Transport- und Telekommunikationssektor beim Informationsaustausch über Bedrohungen, Schwachstellen und Risiken beigemessen werden.

In diesem Jahr wird die Regierung mit der Ausarbeitung einer nationalen Informations- und Cybersicherheitsstrategie beginnen. Darüber hinaus soll eine Strategie für Cyber- und digitale Fragen im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik erarbeitet werden. Abschließend kündigt die Regierung an, einen besonderen Sonderbeauftragten für internationale Cyberfragen zu ernennen.