Polen hat bekannt gegeben, dass das Land Schweden als Partner für sein U-Boot-Programm ORKA wählt. Die Entscheidung bedeutet, dass Polen beabsichtigt, drei schwedische A26-U-Boote zu beschaffen, was eines der größten maritimen Exportgeschäfte Schwedens werden wird. Die polnische Regierung hebt hervor, dass Schweden das beste Angebot vorgelegt hat und dass noch in diesem Jahr ein zwischenstaatliches Abkommen unterzeichnet werden soll.

Laut Ministerpräsident Ulf Kristersson hat Polen Schweden als Partner für sein U-Boot-Programm gewählt.

– Polen hat Schweden als Partner für sein U-Boot-Programm gewählt, schreibt er. Das ist eine Stärke nicht nur für die Zusammenarbeit unserer Länder, sondern für ganz Schweden als Verteidigungsindustrienation. […] Polen und Schweden teilen eine tiefe gemeinsame Sichtweise auf die Herausforderungen für die europäische Sicherheit.

Er beschreibt die Entscheidung als einen Schritt hin zu einer vertieften politischen, militärischen und industriellen Zusammenarbeit zwischen den Ländern.

Auch Verteidigungsminister Pål Jonson kommentiert die Nachricht in einem eigenen Beitrag auf X.

– Heute ist ein historischer Tag für die schwedisch-polnische Partnerschaft und für mehr Sicherheit in der Ostsee, schreibt er und betont, dass dies die gemeinsame Verteidigung und die verteidigungsindustrielle Basis stärkt.

Saab teilt mit, dass noch kein Vertrag unterzeichnet wurde, der Prozess jedoch nun mit weiteren Verhandlungen gemeinsam mit der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) und polnischen Vertretern fortgesetzt wird.

– Wir fühlen uns geehrt, ausgewählt worden zu sein, und freuen uns auf die bevorstehenden Verhandlungen. Das schwedische Angebot mit U-Booten, die speziell für die Bedingungen in der Ostsee entwickelt wurden, ist die richtige Wahl für Polen, sagt Micael Johansson, Vorstandsvorsitzender und Konzernchef von Saab.

In einer Reihe von Beiträgen des polnischen Verteidigungsministeriums auf X beschreibt Vizepremierminister und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz den Hintergrund der Entscheidung und die nächsten Schritte im Prozess.

Laut dem Minister war ORKA in der polnischen Marine lange ersehnt, und die Regierung hat nun formell das Partnerland gewählt. Ein zwischenstaatliches Abkommen soll noch in diesem Jahr unterzeichnet werden. In einem späteren Beitrag betont Kosiniak-Kamysz, dass das Programm seit dem Amtsantritt der aktuellen Regierung Priorität hatte und dass Polen beabsichtigt, drei U-Boote zu kaufen.

Das Ministerium schreibt weiter, dass das ORKA-Team Schweden als erste Wahl empfohlen hat, was als Teil der Arbeit zur Schaffung einer neuen Sicherheitsarchitektur in der Ostsee beschrieben wird. Die Regierung stellt fest, dass das schwedische Angebot anhand aller Kriterien als das stärkste bewertet wurde und dass das Ziel ist, eine Regierung-zu-Regierung-Vereinbarung vor dem Jahreswechsel abzuschließen.

Aus einem weiteren Beitrag geht hervor, dass Polen bereits im nächsten Jahr mit der Ausbildung seiner Besatzungen in Schweden beginnen möchte. Ein vorübergehendes U-Boot, ein sogenannter Gap Filler, soll ab 2027 in Betrieb genommen werden, um sicherzustellen, dass die Kompetenz während der laufenden Produktion aufgebaut wird. Das Ministerium hebt auch hervor, dass es bei ORKA nicht nur um neue U-Boote geht, sondern auch darum, die technischen Fähigkeiten der polnischen Industrie zu stärken. Die Endkosten werden erst festgelegt, wenn ein Durchführungsabkommen unterzeichnet wurde.