Norwegen tritt der Global Combat Ship User Group bei, einer internationalen Kooperation zur nächsten Generation von Kriegsschiffen, gemeinsam mit Großbritannien, Kanada und Australien. Das geht aus einer Pressemitteilung der Royal Navy hervor.
– Indem wir unsere künftigen Fregattenkapazitäten auf ein gemeinsames Design ausrichten, stärken wir die Interoperabilität, das gemeinsame Lagebild und die kollektive maritime Sicherheit zwischen verbündeten Flotten. Norwegen freut sich darauf, aktiv zum Global Combat Ship-Programm beizutragen und von den starken industriellen und operativen Partnerschaften zu profitieren, auf denen es beruht, sagt Kapitän Alexander Erichsen, Leiter des Marineschiffsprogramms der norwegischen Marine, in der Pressemitteilung.
Die norwegische Marine formalisierte ihre Teilnahme durch die Unterzeichnung des Kooperationsabkommens bei einem Treffen in Halifax, Kanada. Die Gruppe koordiniert die Arbeit an mehreren eng verwandten Schiffsprogrammen: den Type-26-Fregatten Großbritanniens und Norwegens, den Fregatten der Hunter-Klasse Australiens sowie den Überwasserkampfschiffen der River-Klasse Kanadas.
Im Jahr 2025 berichtete NDS (Nordic Defence Sector), dass Norwegen Type-26-Fregatten aus Großbritannien gewählt hat. Die norwegischen Fregatten sollen laut Pressemitteilung der Royal Navy gemeinsam mit den entsprechenden Plattformen der britischen Marine operieren, mit Schwerpunkt auf U-Boot-Jagd und Sicherheit im Nordatlantik und an der nördlichen Flanke Europas.
Laut Royal Navy beinhaltet das Programm eine vertiefte industrielle und operative Zusammenarbeit zwischen den vier Ländern. Ein gemeinsames Design soll zur erhöhten Interoperabilität, gemeinsamen Systementwicklung und effizienteren Ressourcennutzung beitragen, einschließlich reduzierter Kosten und kürzerer Vorlaufzeiten.
Die Schiffe werden auf Basis eines gemeinsamen Grunddesigns gebaut, jedoch national mit unterschiedlichen Sensorsystemen, Waffensystemen und Gefechtsmanagementsystemen angepasst. Die ersten Einheiten sollen laut Pressemitteilung gegen Ende des Jahrzehnts in Dienst gestellt werden.

