Der NATO-Generalsekretär dankte Rumänien für seine Führungsrolle in den Sicherheitsfragen rund um das Schwarze Meer, die erhöhten Verteidigungsausgaben und die unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine. Anschließend traf er hochrangige nationale Vertreter, bevor er am 6. November beim NATO-Industry Forum in Bukarest sprach. Das Forum mit dem Thema „Rearming NATO – Innovate, Accelerate, Sustain" brachte NATO-Führungskräfte, Entscheidungsträger und Vertreter der Verteidigungsindustrie zusammen, um die Zusammenarbeit und die industrielle Bereitschaft zu stärken.

„Eine starke Verteidigung erfordert eine starke Verteidigungsindustrie", stellte Rutte fest und betonte, dass die Alliierten nun daran arbeiten, die Verteidigungsinvestitionen bis 2035 auf 5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern. Er fügte hinzu: „Wir setzen die Beschlüsse jetzt in die Tat um, und dafür brauchen wir Sie" – verbunden mit einem Appell an die Industrie, die Produktion zu steigern und Innovationen voranzutreiben, um den wachsenden Sicherheitsbedürfnissen gerecht zu werden.

Rutte warnte vor fortbestehenden Bedrohungen: „Russland wird eine destabilisierende Kraft in Europa und der Welt bleiben", und verwies auf die engen Verbindungen des Landes zu China, dem Iran und Nordkorea, die sich „auf eine langfristige Konfrontation vorbereiten". Er betonte: „Wir dürfen nicht naiv sein. Wir müssen vorbereitet sein", brachte jedoch gleichzeitig sein Vertrauen zum Ausdruck, dass die NATO und ihre Partner „diejenigen übertreffen, überproduzierten und überlisten können, die uns schaden oder schwächen wollen".

Er forderte die Industrie auf, „bereit zu sein, Lieferungen zu erhöhen, bestehende Produktionslinien auszubauen und neue zu eröffnen", und bestätigte den Fokus der NATO auf schnellere Beschaffungsverfahren und die Förderung von Innovationen. Nach dem Forum traf Rutte Studierende an der Universität Bukarest, um die Rolle der NATO bei der Bewältigung aktueller und künftiger Sicherheitsherausforderungen zu erörtern. Der Besuch unterstrich Rumäniens wachsende Bedeutung für die regionale Verteidigung sowie den Fokus der NATO auf eine langfristige strategische Bereitschaft.