Kongsberg Gruppen schlägt vor, den maritimen Geschäftsbereich des Konzerns separat an die Börse zu bringen, während die Verteidigungs- und Technologiesparten zu einem gemeinsamen Unternehmen zusammengeführt werden.
Laut einer Pressemitteilung von Kongsberg soll Kongsberg Maritime abgespalten und im zweiten Quartal 2026 an der Osloer Börse notiert werden. Gleichzeitig ist eine Zusammenführung von Kongsberg Defence & Aerospace und Kongsberg Discovery zu einem neuen technologie- und verteidigungsorientierten KONGSBERG geplant.
– Dies wird die Wettbewerbsfähigkeit unserer wertschöpfenden Geschäftsbereiche in einer Welt stärken, in der Sicherheit und Nachhaltigkeit dominieren, sagt Eivind Reiten, Vorstandsvorsitzender der Kongsberg Gruppen ASA, in der Pressemitteilung.
Zum Zeitpunkt des Beschlusses beschäftigt der Konzern rund 15.000 Mitarbeiter und verfügt über einen Auftragsbestand in Rekordhöhe. Beide Geschäftsbereiche haben laut dem Unternehmen inzwischen eine Größe und finanzielle Stärke erreicht, die es ihnen ermöglicht, eigenständig zu operieren.
Die Abspaltung soll im Wege einer reinen Aufspaltung erfolgen, bei der die derzeitigen Aktionäre für jede KONGSBERG-Aktie eine Aktie des neuen Unternehmens MAR erhalten. Der norwegische Staat, der größte Anteilseigner, soll dem Vorschlag laut Kongsberg seine Unterstützung signalisiert haben.
Das neue maritime Unternehmen soll von Lisa Edvardsen Haugan geleitet werden, die derzeit Leiterin von Kongsberg Maritime ist. Eirik Lie, derzeitiger Leiter von Kongsberg Defence & Aerospace, wird unterdessen neuer Konzernchef von KONGSBERG.

