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Kongsberg liefert Waffenstationen an Patria
Patria hat einen Vertrag im Wert von etwa 140 Millionen Euro mit Kongsberg für die Lieferung der Waffenstation Protector RS4 an Schweden und Deutschland unterzeichnet. Die Lieferungen umfassen Ausrüstung für über 300 Fahrzeuge im Rahmen des CAVS-Programms und sollen zwischen 2026 und 2030 durchgeführt werden.
Patria hat einen Vertrag mit Kongsberg Defence & Aerospace über die Lieferung von Waffenstationen für über 300 Schützenpanzerfahrzeuge unterzeichnet. Der Vertrag hat einen Wert von rund 140 Millionen Euro und umfasst Material für Schweden und Deutschland im Rahmen des CAVS-Programms.
– Wir sind sehr stolz darauf, die CAVS-Mitgliedsländer mit einer gemeinsamen Patria 6x6-Konfiguration ausgestattet mit RS4 zu unterstützen. Die Zusammenarbeit ermöglicht es den Nationen, schnell zu handeln und die Wartung lokal durchzuführen, sagt Jussi Järvinen, Leiter des Geschäftsbereichs Protected Mobility bei Patria, in einer Pressemitteilung.
Die Lieferungen betreffen die ferngesteuerte Waffenstation Protector RS4 für das Fahrzeugsystem Patria 6x6. Die Bestellung umfasst Systeme für Schweden sowie Teilsysteme für mehrere Fahrzeugvarianten, die Deutschland im Dezember 2025 bestellte, worüber NDS bereits berichtet hat. Die Montage der Fahrzeuge erfolgt in Zusammenarbeit mit deutschen Industriepartnern, und die Lieferungen sind für den Zeitraum 2026 bis 2030 geplant.
Laut Kongsberg positioniert der Vertrag die Protector RS4 als Standardkonfiguration für Waffenstationen in der multinationalen Fahrzeugflotte.
– Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit den schwedischen und deutschen Streitkräften auszubauen. Dieser Vertrag bestätigt Kongsbergs Stellung als Lieferant ferngesteuerter Waffenstationen, sagt Kjetil Reiten Myhra, Vizepräsident bei Kongsberg Defence & Aerospace.
Das finnisch geführte CAVS-Programm (Common Armoured Vehicle System) umfasst derzeit sieben Nationen: Finnland, Lettland, Schweden, Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Norwegen. Patria ist für die Entwicklung des 6x6-Systems verantwortlich und hat bislang knapp 2.000 Fahrzeuge unter Vertrag genommen, von denen über 300 bereits ausgeliefert wurden. Die Fahrzeuge werden auch operativ in der Ukraine eingesetzt.