Die Staats- und Regierungschefs der nordischen und baltischen Länder haben den ehemaligen NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg damit beauftragt, einen Bericht mit politischen Empfehlungen zur Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit in der Region zu verfassen. Der Bericht soll im Juni 2025 vor dem NATO-Gipfel in Den Haag vorgestellt werden, wie Ministerpräsident Ulf Kristersson (M) und Jens Stoltenberg auf einer Pressekonferenz in der Schwedischen Regierungskanzlei (Regeringskansliet) in Stockholm bekannt gaben.

Jens Stoltenberg brachte seine Wertschätzung darüber zum Ausdruck, an dieser Arbeit mitwirken zu dürfen.

– Zum ersten Mal in der Geschichte gehören alle nordischen und baltischen Länder derselben Militärallianz an. Das eröffnet neue Möglichkeiten, und dieser Bericht ist eine wichtige Initiative zur Vertiefung der Verteidigungs- und Sicherheitszusammenarbeit in unserer Region, sagt Stoltenberg in einer Pressemitteilung der Schwedischen Regierungskanzlei.

Gestern trafen sich die Staats- und Regierungschefs der nordischen und baltischen Länder sowie der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu einem Treffen in Helsinki (Finnland), dem Baltic Sea NATO Allies Summit, das Finnlands Präsident Alexander Stubb gemeinsam mit Estlands Premierministerin Kristen Michal und Mark Rutte ausrichtete. Der Bericht wird Analysen und Empfehlungen zur Verbesserung von Abschreckung und Verteidigung in der Region enthalten, mit Schwerpunkt auf militärischer Zusammenarbeit sowie Maßnahmen gegen hybride Bedrohungen und Sabotage.

– Da die gesamte nordisch-baltische Region nun in die NATO integriert ist, haben wir die Chance, unsere Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, sagt Ministerpräsident Ulf Kristersson in der Pressemitteilung der Schwedischen Regierungskanzlei.