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FOI bewertet autonome Systeme in Kriegsspielen
Das Forschungsinstitut der Gesamtverteidigung (FOI) bewertet, wie autonome Systeme, einschließlich unbemannter Fahrzeuge, die militärische Führung durch taktische Kriegsspiele beeinflussen, mit Fokus auf zukünftige Kampfflugzeuge und Unterwasserdrohnen. Der Forschung zufolge soll FOI dazu beitragen, zu verstehen, wie diese Systeme in militärische Operationen integriert werden können, sowie die Überwachung und Einsatzbereitschaft verbessern.
Die Schwedische Verteidigungsforschungsanstalt (FOI) untersucht, wie militärische Führung durch autonome Systeme beeinflusst wird. Mithilfe neu entwickelter taktischer Kriegsspiele hat die Sjöstridsskolan (Schwedische Marinekampfschule) den Einsatz unbemannter Fahrzeuge evaluiert. Die Forschung umfasst auch die Unterstützung der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) und des Marinestabs in Bezug auf Unterwasserdrohnen und zukünftige Kampfflugzeuge.
– Wir fassen alles unter dem Begriff autonome Systeme zusammen, aber der Grad der Autonomie ist sehr unterschiedlich. Es reicht von ferngesteuerten bis hin zu hochautomatisierten Systemen, sagt Peter Svenmarck, Forscher in der Abteilung Cyberverteidigung und Führungstechnik bei der FOI.
Svenmarck leitet das Projekt Zukünftige Führung autonomer kooperierender Systeme im Auftrag der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten). Die Arbeit konzentriert sich darauf, wer die unbemannten Systeme führen soll und wie diese zum militärischen Gesamtbild beitragen. Zur Konkretisierung der Herausforderungen werden taktische Kriegsspiele eingesetzt.
Im Jahr 2025 wurde das Kriegsspiel MUNI-KASS speziell für die Sjöstridsskolan entwickelt – als Nachfolger eines früheren Spiels für den Landkampf. Das Szenario umfasste mittelgroße luftgestützte Drohnen (UAV), kleinere Überwasserfahrzeuge (USV) sowie mittelgroße Unterwasserfahrzeuge (UUV), die von Korvetten und Fregatten aus operieren können.
– UAVs mit Radar, die weit sehen können, waren ein sehr großer Vorteil. Dadurch hatte die blaue Seite die volle Übersicht über das, was die rote Seite tat, während die rote Seite keine Ahnung hatte, was die blaue Seite unternahm, sagt Peter Svenmarck über die Ergebnisse der Marinetests.
Die Überwasser- und Unterwasserfahrzeuge wurden im Spiel hauptsächlich für vorgeschobene Aufklärung und Schutzaufgaben eingesetzt. Da die Systeme unbemannt sind, können sie den ersten Gefechtskontakt herstellen, um ein Lagebild aufzubauen, schreibt die FOI.
Die Forschung läuft parallel zu tatsächlichen Beschaffungsvorgängen. Im Herbst 2025 gab die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) bekannt, dass sie große autonome Unterwasserdrohnen, sogenannte LUUV (Large Unmanned Underwater Vehicle), beschafft, worüber NDS berichtet hat. Im Frühjahr plant die FOI einen Workshop mit operativem Personal, um zu evaluieren, wie diese Systeme zur Meeresüberwachung in der Ostsee eingesetzt werden können.
Darüber hinaus unterstützt die FOI das Projekt Vägval stridsflyg (Strategische Weichenstellung Kampfflugzeug), in dem Saab im Auftrag der FMV das Kampfflugzeug der Zukunft untersucht. Das Konzept basiert auf einer Kombination aus bemannten und unbemannten Plattformen, die gemeinsame Einsätze durchführen.