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FOI und NATO veröffentlichen Analysen zur russischen Kriegsführung

Zwei neue Berichte des FOI und des NATO Defence College beschreiben, wie das transparente Schlachtfeld in der Ukraine Russland gezwungen hat, die Manöverkriegführung zugunsten eines Zermürbungskriegs aufzugeben. Die Analysen zeigen, dass das russische Militär sich nun auf die technologische Entwicklung von Drohnen und KI konzentriert, um die positionelle Sackgasse langfristig durchbrechen zu können.

FOI und NATO veröffentlichen Analysen zur russischen Kriegsführung

Zwei neue Berichte der Schwedischen Verteidigungsforschungsanstalt (Totalförsvarets forskningsinstitut, FOI) und des NATO Defense College analysieren, wie der Krieg in der Ukraine die russische Militärstrategie verändert hat. Das „transparente Schlachtfeld" hat eine Rückkehr zur Abnutzungskriegsführung erzwungen und eine Debatte darüber ausgelöst, wie neue Technologien die Pattsituation überwinden können.

Die Schwedische Verteidigungsforschungsanstalt (FOI) und das NATO Defense College (NDC) haben jeweils einen Bericht über die Entwicklung des russischen Militärdenkens veröffentlicht. Beide Publikationen identifizieren das „transparente Schlachtfeld" als den wichtigsten Treiber des Wandels. Die Kombination aus Drohnen und weltraumgestützten Sensoren hat es unmöglich gemacht, Truppenkonzentrationen zu verbergen, wodurch laut dem NDC-Bericht das Überraschungsmoment eliminiert wurde.

Laut Oscar Jonsson, dem Autor des NDC-Berichts, war Russland gezwungen, seine Vorkriegsstrategie der „aktiven Verteidigung" zugunsten von Abnutzung und Stellungskrieg aufzugeben. Der Bericht beschreibt, wie russische Strategen nun den „Schild" als stärker als das „Schwert" betrachten, da defensive Positionen von der durch Sensoren erzeugten Transparenz begünstigt werden.

Der FOI-Bericht bestätigt dieses Bild und beschreibt eine „positionelle Pattsituation", in der die Landstreitkräfte keine Manöverkriegsführung durchführen konnten. Innerhalb der russischen Armee findet laut dem Bericht eine Debatte zwischen Traditionalisten, die den Fokus auf Masse und Feuerkraft beibehalten wollen, und jenen statt, die eine Umstrukturierung hin zu kleineren und leichteren Einheiten befürworten.

Beide Berichte stellen fest, dass Russlands Ziel darin besteht, die Voraussetzungen für Manöverkriegsführung durch technologische Entwicklung wiederherzustellen. Das FOI stellt fest, dass sich dies unter anderem in der Gründung einer neuen Teilstreitkraft für unbemannte Systeme niedergeschlagen hat.

Der NDC-Bericht beschreibt, wie Russland versucht, die netzwerkzentrierte Kriegsführung der Ukraine zu kopieren. Durch die Verknüpfung konventioneller Waffen mit schnelleren Führungssystemen und künstlicher Intelligenz strebt Russland dem Bericht zufolge danach, Ziele in der Tiefe bekämpfen zu können.

Obwohl der Krieg in der Ukraine von Bodenkämpfen dominiert wird, betont das FOI, dass die russische Marine an ihrem Anspruch festhält, eine Seemacht zu sein. Der Bericht weist darauf hin, dass die Marine sich als Instrument globaler Präsenz und nicht-nuklearer Abschreckung versteht, unter anderem durch Schiffe, die mit weitreichenden Marschflugkörpern ausgestattet sind.

Nuklearwaffen bilden nach wie vor das Rückgrat der russischen Sicherheitspolitik. Das FOI berichtet von einer laufenden Diskussion in Russland darüber, wie die „Angst" vor Nuklearwaffen im Westen wiederhergestellt werden kann, da die russische Rhetorik während des Krieges die westliche Unterstützung für die Ukraine nicht vollständig verhindert hat.

Die Schlussfolgerung des NDC lautet, dass die NATO in Zukunft einem russischen Militär gegenüberstehen wird, das daran gewöhnt ist, in einer von Drohnen und Sensoren gesättigten Umgebung zu operieren. Das FOI beschreibt den laufenden Krieg als einen „Übergangskrieg", der strukturelle Schwächen offengelegt, aber gleichzeitig Anpassung und intellektuelle Neubesinnung innerhalb der russischen Streitkräfte erzwungen hat.

FAQ

Hur har kriget i Ukraina påverkat rysk militärstrategi?
Kriget i Ukraina har förändrat rysk militärstrategi genom att tvinga fram en återgång till nötningskrigföring. Det 'transparenta slagfältet' har eliminerat överraskningsmomentet, vilket har påverkat strategiska beslut. Ryssland försöker nu anpassa sig till nya teknologiska förutsättningar. Senast faktagranskad: 2026-02-09.
Vad innebär det 'transparenta slagfältet' för rysk krigföring?
Det 'transparenta slagfältet' innebär att drönare och rymdbaserade sensorer gör det svårt att dölja truppkoncentrationer. Detta har eliminerat överraskningsmomentet i rysk krigföring. Denna förändring har lett till en debatt om hur ny teknik kan bryta dödläget. Senast faktagranskad: 2026-02-09.
Varför har Ryssland övergett sin strategi om 'aktivt försvar'?
Ryssland har övergett sin strategi om 'aktivt försvar' till förmån för utnötning och ställningskrig. Detta beror på den transparens som sensorer medför, vilket gynnar defensiva positioner. Ryska strateger ser nu 'skölden' som starkare än 'svärdet'. Senast faktagranskad: 2026-02-09.
Vilka förändringar föreslås inom den ryska armén enligt FOI?
FOI föreslår förändringar inom den ryska armén mot mindre och lättare enheter. Detta är en del av en debatt mellan traditionalister och förespråkare för omstrukturering. Målet är att återställa förutsättningarna för manöverkrigföring genom teknologisk utveckling. Senast faktagranskad: 2026-02-09.
När kan NATO förvänta sig att möta en förändrad rysk militär?
NATO kan förvänta sig att möta en rysk militär som är van vid att operera i en miljö mättad av drönare och sensorer. Detta är en slutsats från NDC-rapporten. Den ryska militären anpassar sig till nya teknologiska förutsättningar. Senast faktagranskad: 2026-02-09.