Die Schwedische Behörde für Verteidigungsmaterial (FMV) hat einen Rahmenvertrag mit dem spanischen Unternehmen Sener über ein neues Zieldrohnensystem für das Testgelände in Vidsel (Nordschweden) unterzeichnet. Das System soll die vorhandenen Zieldrohnen ergänzen und neuen Anforderungen an die Erprobungstätigkeit innerhalb der NATO (North Atlantic Treaty Organization) gerecht werden.
Laut FMV läuft der Vertrag über drei Jahre mit einer Option auf weitere sieben Jahre und umfasst drei Typen von Zieldrohnen.
„Damit führen wir ein weiteres System ein, das unser bestehendes ergänzen soll. Das tun wir, weil wir im Rahmen der NATO in der Lage sein müssen, Zieldrohnen anzubieten, die den kleineren, langsam fliegenden Flugkörpern und Drohnen entsprechen, die eine der tatsächlichen Bedrohungen auf dem heutigen Schlachtfeld darstellen", sagt Kenneth Dådring, Leiter der Zielabteilung bei FMV, auf der Website der Behörde.
Die erste ausgelieferte Zieldrohne ist die propellergetriebene MOAI. Im vierten Quartal 2026 soll das Personal der FMV auf dem System geschult werden, und die ersten zehn Zieldrohnen sollen ausgeliefert werden.
Für 2027 ist zudem die Einführung der Zieldrohne Scrab III geplant.
„Danach, im Jahr 2027, werden wir Scrab III einführen, die unsere bestehenden Zieldrohnen bei den Flugprofilen ersetzen wird, die wir als etwas einfacher definieren, das heißt bei Flügen mit geringer G-Belastung", sagt Kenneth Dådring.
Eine dritte Zieldrohne ist ebenfalls Teil des Vertrags und soll zu einem späteren Zeitpunkt geliefert werden. Laut FMV wird das Testgelände in Vidsel damit innerhalb von zwei Jahren über fünf verschiedene Typen von Zieldrohnen verfügen.
„Durch den Kauf von Zieldrohnen von Sener erhalten wir eine Fähigkeitssteigerung und senken gleichzeitig unsere Kosten", sagt Kenneth Dådring.

