Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) hat einen Vertrag mit Lockheed Martin über die Lieferung von weitreichenden Radarsystemen des Typs TPY-4 unterzeichnet. Das System soll das derzeitige Radar PS-861 der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) ersetzen, das sich dem Ende seiner Lebensdauer nähert. Der Gesamtauftragswert beläuft sich auf rund eine Milliarde Schwedische Kronen.

FMV hat einen Vertrag mit Lockheed Martin über die Lieferung von weitreichenden Radarsystemen des Typs TPY-4 unterzeichnet. Das System soll das derzeitige Radar PS-861 der Schwedischen Streitkräfte ersetzen, das sich dem Ende seiner Lebensdauer nähert. Der Gesamtauftragswert beläuft sich auf rund eine Milliarde Schwedische Kronen.

Der Vertrag umfasst erste Lieferungen ab 2027 mit Option auf zusätzliche Systeme. Die FMV betont, dass die Beschaffung mit besonderem Fokus auf den Zeitfaktor durchgeführt wurde, um den Bedarf der Schwedischen Streitkräfte an Fähigkeitssteigerungen in den Bereichen Luftraumüberwachung und Frühwarnung schnell decken zu können.

Laut FMV-Projektleiterin Anna Stolpe bietet das neue System verbesserte Leistung und erhöhte Reichweite.

– Das System wird den Schwedischen Streitkräften im Vergleich zum heutigen System eine größere Reichweite und gesteigerte Leistungsfähigkeit bieten. Es kann unter anderem kleine Ziele auf große Entfernungen erfassen, erklärt sie in einer Pressemitteilung der FMV.

Verteidigungsminister Pål Jonson unterstrich den breiten operativen Nutzen des Systems in einem Beitrag auf der Plattform X/Twitter:

– Die Radarsysteme stärken die Luftverteidigungsfähigkeit der Schwedischen Streitkräfte und können Bedrohungen wie ballistische Raketen, Drohnen und Kampfflugzeuge erfassen, schreibt er.

Lockheed Martin beschreibt das TPY-4 als Radarsystem der fünften Generation mit offener Architektur, das für die Integration in bestehende Luftverteidigungslösungen ausgelegt ist. Schweden wird das dritte Land, das dieses System auswählt, nach den norwegischen und amerikanischen Luftstreitkräften. Norwegen beschaffte das TPY-4 im November 2022 und erweiterte seine Bestellung im September 2024 auf insgesamt elf Systeme.