Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) hat einen Vertrag mit Saab über die Lieferung des Artillerie-Ortungsradarsystems Arthur geschlossen. Der Auftragswert beträgt rund 1,1 Milliarden Schwedische Kronen, laut der Pressemitteilung der FMV. Die Lieferungen sollen im Jahr 2027 erfolgen.
Laut Saabs Pressemitteilung handelt es sich um die neueste Version des Arthur-Systems, mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern zur Warnung vor eingehendem indirektem Feuer. Saab ist zudem für die Fahrzeugintegration der Systeme sowie den Support für die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) verantwortlich.
– Das System wird dafür sorgen, dass die Artillerie-Ortungsfähigkeit der Schwedischen Streitkräfte noch leistungsfähiger wird, da dieses System eine höhere Leistung als das heutige aufweisen wird, sagt Silas Lindqvist, Projektleiter bei der FMV, in der Pressemitteilung der FMV.
Der Vertrag enthält Optionen für zusätzliche Systeme sowie bis zu 15 Jahre Support. Laut FMV ermöglicht er zudem den Anschluss weiterer Länder. Das System soll die bestehenden Fähigkeiten innerhalb der Brigaden des schwedischen Heeres ersetzen und verbessern.
Früher in diesem Jahr spendete Schweden Arthur-Systeme an die Ukraine, zusammen mit dem Artilleriesystem Archer von BAE Systems Bofors. Im Oktober berichtete NDS zudem, dass Saab einen Auftrag von der NATO-Beschaffungsorganisation NSPA (NATO Support and Procurement Agency) zur Lebensdauerverlängerung und Modernisierung der bestehenden Arthur-Systeme Spaniens erhalten hat.

