Eine gemeinsame Arbeitsgruppe des finnischen Umwelt- und Verteidigungsministeriums soll untersuchen, wie Naturwiederherstellung mit Verteidigungsinteressen koordiniert werden kann, insbesondere in Ostfinnland. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums hervor.

Laut der Pressemitteilung können Maßnahmen wie die Wiederherstellung von Mooren oder das Belassen von Sturmschadensholz im Gelände natürliche Hindernisse in der Landschaft schaffen. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen dazu beitragen, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Die Arbeitsgruppe ist Teil der Arbeit zur Entwicklung eines nationalen Wiederherstellungsplans im Zusammenhang mit der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur.

– Die Natur bietet Lösungen, die die Sicherheit stärken und die Resilienz der gesamten Gesellschaft erhöhen, sagt Umwelt- und Klimaministerin Sari Multala.

Die Arbeitsgruppe plant, ein Pilotprojekt in den Grenzgebieten zu starten sowie Wiederherstellungsmöglichkeiten auf militärischen Übungsgeländen zu bewerten. Nach Angaben von Verteidigungsminister Antti Häkkänen besteht Potenzial, Umwelt- und Sicherheitsziele miteinander zu verbinden.

– Die Wiederherstellung der Geländebedingungen in den östlichen Grenzgebieten – die an Russland grenzen und eine strategisch bedeutsame Region darstellen – kann in Teilen gleichzeitig sowohl der biologischen Vielfalt als auch der Verteidigung zugutekommen, sagt Häkkänen.