Am 26. April besuchten Ministerpräsident Ulf Kristersson und der Minister für Zivilverteidigung, Carl-Oskar Bohlin, die Behörde für Katastrophenschutz und Notfallplanung (MSB) in Sandö (Mittelschweden). Im Rahmen des Besuchs fand eine Pressekonferenz statt, auf der die Minister ankündigten, dass die Regierung einen Sonderermittler damit beauftragen wird, ein System zur Personalversorgung zu analysieren und Vorschläge zu unterbreiten, das eine allgemeine Dienstpflicht und Zivildienstpflicht umfasst. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Behörde für Katastrophenschutz und Notfallplanung (MSB – Myndigheten för samhällsskydd och beredskap) hervor.

Derzeit gibt es einen sogenannten Schnellweg, über den rund 2.500 Personen im kommunalen Rettungsdienst für den Einsatz im Kriegsfall weitergebildet werden können. Die Regierung setzt die Untersuchung ein, um zu analysieren und Vorschläge zu erarbeiten, wie der Personalbedarf der Zivilverteidigung gesichert werden kann. Die Minister stellen klar, dass die Untersuchung keine Auswirkungen auf Personen hat, die vom Schnellweg erfasst werden – ein Programm, das die MSB nach eigenen Angaben ab Herbst 2024 umzusetzen beginnt.

– Ziel ist es, dass der Ermittler eine langfristig tragfähige Personalversorgung der Zivilverteidigung vorschlägt, sagt Ministerpräsident Ulf Kristersson.

– Der Ermittler soll auch die Voraussetzungen analysieren, um den Personalbedarf der Zivilverteidigung im Falle erhöhter Bereitschaft durch eine allgemeine Dienstpflicht und Zivildienstpflicht sicherzustellen, sagt der Minister für Zivilverteidigung, Carl-Oskar Bohlin.

– Die Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung bei der weiteren Entwicklung und dem Aufbau der schwedischen Zivilverteidigung und ein wichtiger Beitrag zu einer stärkeren Gesamtverteidigung (Totalförsvar), sagt Cecilia Looström, Abteilungsleiterin für Rettungsdienst und Unfallprävention bei der MSB.