Am 15. April gab die EU-Kommission bekannt, dass im Rahmen des Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) 1,07 Milliarden Euro in 57 neue Verteidigungsprojekte investiert werden, nach der Auswertung der Ausschreibungen für 2025. Die Investitionen sollen zur Erreichung der Ziele des EU-Fahrplans für Verteidigungsbereitschaft 2030 beitragen und prioritäre Verteidigungsvorhaben finanzieren.
Der Europäische Verteidigungsfonds (EDF) ist das EU-Finanzierungsprogramm für Verteidigungsforschung und -entwicklung. Ziel ist es, gemeinsame Projekte zwischen europäischen Ländern und Unternehmen zu fördern, um die kollektive Verteidigungsfähigkeit zu stärken und die Koordinierung innerhalb der europäischen Verteidigungsindustrie zu verbessern.
Die ausgewählten Projekte umfassen mehrere Bereiche, darunter künstliche Intelligenz, Cyberabwehr sowie Drohnen- und Gegendrohnensysteme. Nach Angaben der Kommission sollen die Investitionen die EU-Kapazitäten im Bereich Verteidigungstechnologie stärken.
Mehr als 15 der Projekte sind mit den vier europäischen Bereitschaftsinitiativen, den sogenannten European Readiness Flagships, verknüpft. Diese werden durch übergreifende Projekte in Bereichen wie Sensortechnologie, digitale Entwicklung und Cybertechnologie ergänzt, was eine gleichzeitige Unterstützung mehrerer Vorhaben ermöglicht.
In mehr als 20 der Projekte sind Akteure aus dem nordischen Verteidigungssektor vertreten, darunter Saab (Schweden), Patria (Finnland) und Kongsberg Defence & Aerospace (Norwegen). Auch mehrere nordische Universitäten und Hochschulen nehmen teil, zusammen mit einer großen Anzahl kleiner und mittlerer Unternehmen.
NDS hat zuvor berichtet, dass das von Patria geleitete Projekt FAMOUS 3 eine Förderung von 79 Millionen Euro erhalten hat.
Die vollständige Übersicht der Projekte ist über die EU-Kommission abrufbar.

