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EU genehmigt von Patria geführtes FAMOUS 3
Die EU-Kommission hat die dritte Phase des von Patria geführten Verteidigungsprojekts FAMOUS 3 genehmigt, mit einem Zuschuss von 79 Millionen Euro aus dem Europäischen Verteidigungsfonds zur Beschleunigung der Entwicklung der europäischen Kampfkraft. Das Projekt bringt etwa 20 Länder und über 50 Verteidigungsunternehmen zusammen.
Die EU-Kommission hat die nächste Phase des europäischen Verteidigungsprojekts FAMOUS 3 (European Future Highly Mobile Augmented Armoured Systems) genehmigt, das vom finnischen Rüstungsunternehmen Patria geleitet wird. Die dritte Phase erhält 79 Millionen Euro aus dem Europäischen Verteidigungsfonds (EVF, englisch: European Defence Fund, EDF), bei einem Gesamtbudget von 115 Millionen Euro, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.
„Die rasche Entwicklung der europäischen Kampffähigkeit ist eine der Kernaufgaben der EU-Kommission und wird unter anderem durch gemeinsame Programme unterstützt, die über den Europäischen Verteidigungsfonds (EVF) finanziert werden", sagt Jussi Järvinen, geschäftsführender Vizechef des Geschäftsbereichs Protected Mobility bei Patria.
Das FAMOUS-Programm wurde 2021 mit dem Ziel gestartet, die gepanzerten Fahrzeuge der Zukunft zu entwickeln und die militärische Mobilität sowie die Bodenkampffähigkeit Europas zu stärken. Finnland bleibt federführender Staat, während Patria als industrieller Koordinator fungiert.
Das Projekt wird in mehreren Schritten als Kooperation zwischen europäischen Ländern und Verteidigungsunternehmen durchgeführt. In der zweiten Phase wurde das Kettenfahrzeug Patria TRACKX entwickelt, das zur Steigerung der militärischen Mobilität und Bodenkampffähigkeit beitragen soll.
Die neue Phase konzentriert sich auf eine stärkere Standardisierung und Koordinierung zwischen europäischen Systemen sowie auf niedrigere Lebenszykluskosten für Gelände- und Panzerfahrzeuge. Die Arbeiten bauen auf früheren Phasen auf, einschließlich der Entwicklung des TRACKX.
Insgesamt hat das FAMOUS-Programm bislang über 100 Millionen Euro an EU-Förderung sowie rund 20 Millionen Euro an nationaler Kofinanzierung aus den teilnehmenden Ländern erhalten. Etwa 20 Länder und mehr als 50 europäische Verteidigungsunternehmen nehmen an dem Programm teil.
Der Europäische Verteidigungsfonds (EVF) ist das EU-Finanzierungsprogramm für Verteidigungsforschung und -entwicklung. Er soll gemeinsame Projekte zwischen europäischen Ländern und Unternehmen unterstützen, um die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit zu stärken und die Koordinierung innerhalb der europäischen Verteidigungsindustrie zu verbessern. Am 15. April teilte die EU-Kommission mit, dass 1,07 Milliarden Euro in 57 neue Verteidigungsprojekte im Rahmen des EVF investiert werden, nach der Auswertung der Ausschreibungen des Jahres 2025.