Dänemark hat entschieden, seine künftige bodengestützte Luftverteidigung mittlerer Reichweite mit drei europäischen Systemen aufzubauen: NASAMS (Norwegian Advanced Surface-to-Air Missile System) aus Norwegen, IRIS-T aus Deutschland und VL MICA aus Frankreich. Die Entscheidung wurde von mehreren Parteien (forsvarsforligskredsen – dem dänischen Verteidigungspolitischen Konsortium) nach einer Empfehlung des dänischen Verteidigungschefs getroffen.

– Bodengestützte Luftverteidigung hat bei dem Aufbau der Streitkräfte absolut höchste Priorität. Dies ist ein großer und wichtiger Schritt für die Sicherheit Dänemarks, sagt Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen in einer Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums.

Die Entscheidung ist Teil einer größeren Initiative, die im September 2025 bekanntgegeben wurde, bei der Dänemark insgesamt in acht Systeme mit mittlerer und langer Reichweite investiert. Für die weitreichende Luftverteidigung hat Dänemark SAMP/T gewählt, ein französisch-italienisch entwickeltes Luftabwehrsystem.

Die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine waren ausschlaggebend für den Entscheidungsprozess.

– Der Krieg hat gezeigt, wie entscheidend Luftverteidigung ist, um die Zivilbevölkerung vor Luftangriffen zu schützen, sagt der Verteidigungsminister.

Jedes System besteht aus mehreren Feuereinheiten, die selbstständig Luftziele orten und bekämpfen können. Die Systeme umfassen Radar, Führungszentrale, Raketenstarter und Raketen. Das Ziel ist es, eine geografisch flächendeckende Luftverteidigung über das gesamte Land zu schaffen.

Das erste System soll bereits zum Jahreswechsel in Betrieb genommen werden, weitere werden in den kommenden Jahren schrittweise hinzukommen.