Security Action for Europe (SAFE) ist eine EU-Initiative, die Mitgliedstaaten finanzielle Unterstützung gewähren soll, um die Verteidigungsbereitschaft zu beschleunigen und umfangreiche Investitionen in die europäische Verteidigungsindustrie zu ermöglichen. Nun teilt die EU-Kommission mit, dass acht Länder, darunter Dänemark, ihre Pläne im ersten Schritt bewilligt bekommen haben.
Das SAFE-Programm trat im Mai 2025 in Kraft, woraufhin die EU-Mitgliedstaaten nationale Pläne einreichen konnten, um Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten und damit Investitionen in ihre Verteidigungsfähigkeiten zu beschleunigen. Das Programm umfasst insgesamt 150 Milliarden Euro an Darlehen für Mitgliedstaaten, die Pläne eingereicht und eine Förderung bewilligt bekommen haben. Die Darlehen sollen dringende und umfangreiche Investitionen zur Unterstützung der europäischen Verteidigungsindustrie ermöglichen.
Insgesamt haben 19 Mitgliedstaaten Pläne im Rahmen des Programms eingereicht, und die EU-Kommission hat nun acht davon grünes Licht gegeben. Neben Dänemark sind dies Belgien, Bulgarien, Zypern, Kroatien, Spanien, Portugal und Rumänien.
Die EU-Kommission hat die Pläne bewertet und genehmigt. Der Prozess geht nun an den EU-Rat weiter, der vier Wochen Zeit hat, die Durchführungsbeschlüsse anzunehmen. Bei einer Genehmigung wird die Kommission die Darlehensverträge abschließen, und die ersten Auszahlungen werden für März 2026 erwartet.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kommentiert die Entscheidung:
– Im vergangenen Jahr hat die EU auf dem Gebiet der Verteidigung größere Fortschritte erzielt als in mehreren Jahrzehnten zuvor. Das Weißbuch und der Bereitschaftsfahrplan bis 2030 haben es den Mitgliedstaaten ermöglicht, bis zu 800 Milliarden Euro für die Verteidigung zu mobilisieren, darunter 150 Milliarden Euro für gemeinsame Beschaffung durch SAFE.
Das Weißbuch der EU-Kommission zur europäischen Verteidigungsfähigkeit wurde im März 2025 vorgestellt, worüber Nordic Defence Sector bereits berichtet hat.
Ursula von der Leyen betont, dass die übrigen Mitgliedstaaten, die Pläne eingereicht haben, ihre Entscheidungen zu einem späteren Zeitpunkt im Prozess erhalten können.
– Wir haben nun eine erste Runde von SAFE-Plänen für Belgien, Bulgarien, Dänemark, Spanien, Kroatien, Zypern, Portugal und Rumänien genehmigt. Die übrigen werden in Kürze folgen. Es ist nun dringend erforderlich, dass der Rat diese Pläne genehmigt, damit rasche Auszahlungen ermöglicht werden können, sagt von der Leyen.
Zu den Mitgliedstaaten, die noch keinen Bescheid erhalten haben, gehören unter anderem Finnland, Polen und die baltischen Staaten.

